Grundsatzfragen der Gesellschafts- und Gesundheitspolitik sachlich zu beleuchten und zu diskutieren, daraus Anregungen und Handlungsempfehlungen zu entwickeln, dies hat sich das Frankfurter Forum traditionell zur Aufgabe gemacht.
Unter dem Leitprinzip der Interdisziplinarität widmet man sich mit Persönlichkeiten aus der Wissenschaft und dem Gesundheitswesen prospektiv Themenspektren der Medizin, der Versorgung, der Finanzierung und den ordnungspolitischen Rahmenbedingungen.
Dieser Blog soll die Inhalte an Interessierte transportieren und eine interdisziplinäre Plattform bieten.
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Dr. Regina Klakow Franck, Prof. Dr. Volker Ulrich und Petra Acher
Von Dr. Ute Teichert, Ministerialdirektorin und Abteilungsleiterin „Öffentliche Gesundheit“ im BMG a.D.
Die gesundheitliche Lage von Kindern und Jugendlichen in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren in zentralen Bereichen verschlechtert. Psychische Erkrankungen, Übergewicht und gesundheitliche Ungleichheit nehmen zu, während gleichzeitig Versorgungsdefizite, Fachkräftemangel und strukturelle Finanzierungslücken bestehen. Der Beitrag analysiert aktuelle Herausforderungen der Kinder- und Jugendgesundheit, beschreibt die Rolle des Öffentlichen Gesundheitsdienstes und diskutiert politische Handlungsoptionen für eine wirksame Nationale Präventionsstrategie. Im Mittelpunkt steht die Forderung, Kinder und Jugendliche als eigenständige Zielgruppe gesundheitspolitischer Prävention zu verankern.
Von Prof. Dr. Catharina Maulbecker Armstrong Technische Hochschule Mittelhessen, Fachbereich Gesundheit und Dieter Schulenberg Technische Hochschule Mittelhessen © 2026
Die gesundheitliche Lage von Kindern und Jugendlichen in Deutschland ist alarmierend. Psychische Belastungen, chronische Erkrankungen und soziale Ungleichheiten nehmen zu, während die Gesundheitskompetenz sinkt. Das Setting Schule bietet eine zentrale Chance zur Neuausrichtung der Kinder und Jugendgesundheit. Schulgesundheitsfachkräfte (School Nurses) verbinden Prävention, Pflege und Pädagogik. Sie fördern Inklusion, stärken Gesundheitsbildung und entlasten Lehrkräfte. Der Beitrag beschreibt Struktur, Qualifikation, gesundheitsökonomischen Nutzen und politische Perspektiven einer flächendeckenden Implementierung.
Der folgende Beitrag aus dem Frühjahrsforum 2026 von Frau Prof. Dr. Eva Susanne Dietrich, ist der erste von insgesamt 5 Publikationen unterschiedlicher Autoren zur Kinder- und Jugendgesundheit.
Der Beitrag beschreibt im ersten Teil die heterogenen Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen, ihre gesundheitliche Situation sowie ihr gesundheitsrelevantes Verhalten, ihre subjektiven Handlungsmotive und die tieferliegenden strukturellen Determinanten. Im zweiten Teil wird die Evidenzbasis unterschiedlicher Maßnahmen kritisch geprüft und ihr Nutzen mit Blick auf Gesundheit, Lebensqualität, Teilhabe sowie die langfristige soziale und gesundheitliche Entwicklung bewertet.
Im 33. Frankfurter Forum befasste sich die zweite Diskussionsrunde zur generationengerechten Versorgung im Gesundheitswesen mit den zentralen Herausforderungen einer älter werdenden Bevölkerung.
Generationengerechtigkeit wurde lange Zeit fast ausschließlich unter einem intragenerativen Blickwinkel geführt und die Analyse betrachtete die Beziehungen zwischen den lebenden Generationen: Wie steht es um die Gesundheitsversorgung der Menschen unterschiedlichen Alters hinsichtlich einer adäquaten medizinischen Behandlung, die Versorgung mit ambulanten und stationären Leistungen, mit Pflege oder auch mit palliativen Angeboten?
Lesen Sie die spannenden Beiträge von Andreas Kruse zum Konzept der Selbstsorge, Fürsorge und Mitsorge älterer Menschen; die Eindrücke von Eva Diehl-Wiesenecker zur Berücksichtigung des „vermeintlichen“ Patientenwillens, die Einschätzung von Frank Bergmann zu den Möglichkeiten einer KV, sowie die ethische Einordnung der „Prädiktiven Wende“ in der Alzheimer Demenz von Constanze Hübner.
Alle Vorträge und Diskussionen der Veranstaltungen werden seit 2010 in der Sonderpublikationsreihe „Frankfurter Forum : Diskurse“ veröffentlicht (Springer Medizin Verlag GmbH, Berlin), sind online vorhanden und auch im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek aufgenommen und recherchierbar.
Frankfurter Forum e. V.
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